Rezidiv: Warum der Krebs zurückkommt
Welche Krebstherapien haben Sie bisher durchgestanden? Operation? Chemotherapie? Bestrahlung? Vielleicht eine der „innovativeren“ Behandlungen wie Immun- oder Antikörpertherapie?
So sehr wir uns für Sie wünschen, dass diese Therapien erfolgreich sind und sich die oft schwer zu ertragenden Nebenwirkungen gelohnt haben: Der Fakt, dass Sie heute diese Zeilen lesen, lässt vermuten, dass dies vielleicht nicht der Fall ist. Oder Sie fragen sich einfach nur: Wie nachhaltig wirksam sind moderne Krebstherapien?
Denn bei vielen Betroffenen kehrt der Krebs trotz erfolgreicher Erstbehandlung zurück. Sie haben ein sogenanntes Rezidiv. Manche Menschen sind zuvor einige Jahre „krebsfrei“, bei anderen tritt der Krebs bereits schon nach wenigen Wochen wieder auf.
Und wissen Sie was? Wenn man Krebs mit gesundem Menschenverstand betrachtet, erstaunt es kaum, dass die heutige Krebsmedizin gerade bei soliden Tumoren so häufig an ihre Grenzen stößt und es immer wieder zu Rezidiven kommt.
Wirkungslose Therapie?
Lassen Sie uns anhand einer kleinen Geschichte verdeutlichen, warum viele Standardtherapien gar nicht nachhaltig wirken können:
Stellen Sie sich einen Mann vor, der seit Jahren trinkt – ohne zu wissen, dass Alkohol schädlich für seinen Körper ist. Bei einer Routineuntersuchung stellt der Arzt eine Fettleber fest. Er behandelt den Mann mit Medikamenten und Infusionen. Die Behandlung ist zwar unangenehm und hat viele Nebenwirkungen, aber die Fettzellen in der Leber verschwinden.
Der Mann führt sein bisheriges Leben fort und trinkt weiter regelmäßig Alkohol. Die Fettzellen kehren zurück. Mehr noch: Jetzt entstehen auch am Bauch und an anderen Körperstellen viele Fettzellen, und der Mann wird immer kränker. Trotz einer erneuten Behandlung mit Medikamenten verstirbt der Mann schließlich an Leberversagen. Die Fettzellen waren stärker.
Nicht etwa weil die Medikamente wirkungslos gewesen wären – sie wirkten, die Fettzellen verschwanden sogar für kurze Zeit. Aber sie waren gar nicht das Problem! Sie waren lediglich ein Symptom. Das Problem war die Alkoholsucht des Mannes. Kein Medikament der Welt hätte ihn retten können, so lange diese Ursache fortbestand.
Die Frage, die nie gestellt wird
Können Sie ein Muster erkennen? Genauso behandeln wir heute in vielen Fällen Krebs:
Wir versuchen den Tumor zu vernichten – ohne je zu fragen: Warum ist er überhaupt da? Welche Aufgabe erfüllt er im System Körper?
In der Realität wäre die erste Frage des Arztes in unserem obigen Beispiel natürlich: „Wie leben Sie? Wie ernähren Sie sich? Wieviel Stress haben Sie? Wie viel Alkohol trinken Sie?“ Hat Ihre Onkologin oder Ihr Onkologe Sie das jemals gefragt? Vermutlich nicht, denn bei Krebs werden diese Fragen sehr oft nur am Rande gestellt – wenn überhaupt. Erscheint Ihnen das nicht seltsam?
Sobald die Diagnose „Krebs“ im Raum steht, konzentrieren sich alle Energien auf die Tumorvernichtung. Dabei ist die Frage „Wie leben Sie?“ bei Krebs genauso relevant wie in unserem Beispiel mit dem alkoholtrinkenden Mann.
Warum ist der Tumor entstanden?
Kein Körper produziert „zufällig“ einen Tumor, weil ein paar Zellen plötzlich außer Kontrolle geraten sind. In vielen Fällen ist ein Tumor eine Antwort auf ein länger bestehendes Ungleichgewicht im Organismus. Zunächst wird Ihr Körper mit den sanftesten Maßnahmen versuchen, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Aber je länger das Ungleichgewicht andauert, desto deutlicher werden die Signale.
Man kann einen Tumor als eine Art Schutzreaktion des Körpers begreifen – die Zellantwort auf eine schwierige, belastende Situation.
Jetzt fragen Sie sich vielleicht: „Wie kann das sein? Wie kann mein Körper einen Tumor erzeugen, um mich zu schützen?“ Tumore übernehmen verschiedene Funktionen im Körper:
· Sie verbrennen 20-mal mehr Zucker als eine normale Zelle
· Sie binden Pilze
· Sie binden Schwermetalle und Giftstoffe
Wenn Sie sich diese Fähigkeiten ansehen, können Sie vielleicht erahnen, welche sinnvollen Aufgaben ein Tumor zumindest für eine gewisse Zeit übernehmen kann.
Und vielleicht ahnen Sie noch etwas anderes: Der Tumor ist lediglich ein Symptom von Krebs – aber nicht seine eigentliche Ursache. Ihr Tumor ist eine Botschaft Ihres Körpers, dass sich etwas an Ihren aktuellen Lebensumständen ändern muss.
Was darf sich ändern?
Ist das nicht der Fall, dann sollte die erste Frage lauten: „Warum ist dieser Tumor entstanden?“ Und die zweite Frage: „Was muss sich in meinem Leben ändern, damit dieser Tumor seine Aufgabe verliert und wieder gehen kann?“
Aktiv werden müssen Krebserkrankte also in jedem Fall – aber vielleicht an anderen Stellen, als es der reguläre Medizinbetrieb vorsieht.
Ein anderer Weg ist möglich
Das 3E-Programm zeigt Menschen mit Krebs, wie sie selbst(bestimmt) aktiv werden können. Es zeigt ihnen, wie sie die Selbstregulation des Körpers unterstützen und positive Veränderungen in ihrem Leben möglich machen können.
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